Tizians
Frauenbild

5. Oktober 2021 – 16. Jänner 2022

Ticketverkauf ab 9.8.2021
Reminder erhalten

400.000 haben 2018 »Bruegel - Once in a Lifetime« gesehen.

340.000 haben 2019 »Caravaggio & Bernini« gesehen.

Und nun: »Tizians Frauenbild«, das Highlight dieses Herbstes.

Schönheit – Liebe – Poesie

Gender, natürlich! Die Liebe ist ein Kampfplatz, schon immer. Ewig verlockend geblieben und gleichzeitig kritisch ist unser Blick auf entblößte weibliche Haut inzwischen geworden.

Die Ausstellung beleuchtet das venezianische Frauenbild des 16. Jahrhunderts absichtsvoll vor dem Hintergrund zeitgenössischer Ideale und Gesellschaftsverhältnisse – das begleitende Vermittlungsprogramm wird aber auch das Heute nicht vergessen.

Grandiose internationale Leihgaben werden hierbei behilflich sein und unseren Gästen ab Herbst 2021 ein echtes – ja, auch lustvolles – Ausstellungshighlight bieten.

Die Ausstellung stellt die Darstellung der Frau im Œuvre Tizians und seiner Zeitgenossen Jacopo Tintoretto, Paolo Veronese, Paris Bordone und Lorenzo Lotto in den Mittelpunkt. Die Prominenz der Frau in der Malerei Venedigs im 16. Jahrhundert hat vielerlei Gründe, etwa die politisch-soziale Struktur der Stadtregierung, die der Frau bezüglich der Mitgift und des Erbes eigene Rechte zugestand, oder das kulturell aufgeschlossene und internationale Klima der Stadt, das namhafte Poeten und Humanisten anzog. Sie schenkten in ihren Schriften der Frau und der Liebe besondere Aufmerksamkeit. Den entscheidenden Anstoß in der visuellen Umsetzung gab Tizian, einer der bedeutendsten Maler, den die Stadtrepublik je hervorbrachte.

»... in Tizians Frauenbildern geht es um die Zelebration der Frau als großartigstes Thema des Lebens, der Liebe und der Kunst ...«

Sylvia Ferino-Pagden

Hochkarätige Leihgaben internationaler Museen und Sammlungen zeigen gemeinsam mit ausgesuchten Werken des Kunsthistorischen Museums den Facettenreichtum des Themas.
Wir fassen die unterschiedlichen Gesten, Blicke und Attribute der dargestellten Personen, Paare und Gegner genauer ins Auge.

Lässt man sich auf die Liebe ein und nimmt den unweigerlich kommenden Schmerz in Kauf – oder zeigt man Amor die kalte Schulter, wehrt sich standhaft bis er aufgibt? Welche Rolle nimmt die Frau, welche Rolle der Mann ein? Welche Abhängigkeiten lässt man zu, welche Gemeinsamkeiten vermeidet man? Ist Schönheit messbar? Weibliche Männer und männliche Frauen – keinen wundert’s und man bewegt sich lustvoll zwischen den Welten.